Die Wallfahrtskirche

Die Mariengruppe und Reliquiar des sel. Johannes Duns Scotus

Marieneck unter der ersten Empore
Marieneck unter der ersten Empore
Reliquiar des Seligen Johannes Duns Scotus
Reliquiar des Seligen Johannes Duns Scotus
Kurze Lebensbeschreibund des Seligen Johannes Duns Scotus
Kurze Lebensbeschreibung des Seligen Johannes Duns Scotus

Unterhalb der ersten Empore befinden sich zwei Mariendarstellungen. Die eine ist eine geschnitzte Figur "Selbdritt", d.h. die hl. Mutter Anna mit ihrer hl. Tochter Maria und dem hl. Jesuskind in ihrer Mitte und die andere Darstellung zeigt als Ikone die Mutter Gottes von Tschenstochau.
Darüber hinaus ist ein Bildnis der hl. Hedwig, der Schutzpatronin der Schlesier, vorhanden. 

Und dort wird auch eine Armreliquie des Seligen P. Johannes Duns Scotus OFM aufbewahrt.
Johannes Duns Scotus wurde 1265 im schottischen Duns geboren und starb am 8. November 1308 in Köln, wo sich in der Minoritenkirche sein Grab befindet. Scotus war ein Theologe und Philosoph der Scholastik. Nach seiner Priesterweihe in Northampton, studierte und lehrte er in Cambridge, Oxford, Paris und Köln. Als einer der bedeutendsten franziskanischen Theologen begründete er die nach ihm benannte scholastische Richtung: den Scotismus. Er verband darin u. a. die Lehren des Aristoteles, des Augustinus und der Franziskaner auf subtile Art miteinander, so dass er den Beinamen "Doctor subtilis" bekam.
Johannes Duns Scotus beteiligte sich, an der im Mittelalter wachsenden Marienverehrung, mit einem besonderen Beitrag. Sein Beitrag über die Unbefleckte Empfängnis (immaculata conceptio), führte dazu, dass der selige Papst Pius IX. am 8. Dezember 1854, in der Bulle Ineffabilis Deus (Der unbegreifliche Gott), dieses Verständnis zum Dogma erhob.
Der Kult Johannes Duns Scotus als Seliger der katholischen Kirche zu verehren, wurde am 20. März 1993 von Papst Johannes Paul II. approbiert.